Fische können schweigen

Kurzbeschreibung:

Die junge Illustratorin Berit kann kaum glauben, daß Ron bei der Kripo arbeitet - er ist einfach zu witzig und zu gutaussehend. Doch dann muß Ron einen kaltblütigen Mord aufklären, und ausgerechnet ihre Zeichenkunst hilft, den Toten zu identifizieren. Und plötzlich wird auch Berit gefährlich tief in die Machenschaften krimineller Wissenschaftler hineingezogen...

Erschienen 2001
Kabel Verlag 280 S.
vergriffen

TB erschienen 2003
Piper Verlag 280 S.
€ 8,95

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DIE FISCHE EUROPAS so hieß der Illustrationsauftrag, an dem ich seit zwei Monaten arbeitete. Ein Atlas mit 300 detailgetreue farbigen Abbildungen von Fischen. Eigentlich hatte ich diesen Auftrag ablehnen wollen. Doch ich brauchte das Geld. Constanze, die Lektorin des Verlages, für den ich seit Jahren als Illustratorin arbeitete, setzte mich unter Druck mit den üblichen negativen Zukunftsversionen der Jahrtausendwende:
„Du kannst es dir nicht mehr aussuchen Berit. Von Hand ausgeführte Zeichnungen und Illustrationen spielen kaum noch eine Rolle. Das kann keiner mehr bezahlen. Und das ist ein riesengroßer Auftrag, der dich ein halbes Jahr beschäftigen wird. Vielleicht ist es dein letzter.“
„Aber ich hasse Fische.“
Constanze dozierte weiter: „Es ist naiv, zu ignorieren, daß deine einzige Chance in diesem Beruf ist, dich mit Grafikprogrammen zu beschäftigen. In Zukunft wirst du Bilder auf Diskette oder CD-ROM liefern müssen. Oder meinst du uns hier macht es Spaß, jede von deinen 300 Bildern einzuscannen.“
„Hört sich ja schrecklich an.“ Ich hatte keine Ahnung, wovon sie sprach. „Aber meinetwegen müßt ihr das meinen Bildern nicht antun.“

Pressestimmen

Frankfurter Rundschau, 10.01.2002
"Fische können schweigen" ist der erste Roman von Krystyna Kuhn, und er ist "hübsch geschrieben", findet der Rezensent mit dem Kürzel "sy". Es geht um gentechnologische Manipulationen an Fischen, denen die Protagonistin Berit Janda, Illustratorin, auf die Schliche kommt, berichtet der Rezensent. Eine Liebesgeschichte ist auch dabei, Berit verliebt sich in den ermittelnden Kommissar Ron. Außerdem kommen Frankfurt-Fans ganz auf ihre Kosten, verkündet "sy", denn der Krimi spielt zwischen Gerbermühle, Merianplatz, Mainufer und Flughafen.

Miss Sophie in Krimi-Forum
Der originelle und im Hinblick auf die gentechnischen Entwicklungen ausgesprochen aktuelle Plot, sowie die bis in den Nebenfiguren hervorragend ausgeführten, interessante Charaktere fordern förmlich eine Verfilmung, während die Protagonistin mit ihren osteuropäischen Sprachkenntnissen und dem Zeichentalent durchaus das Potential zur Serienheldin hat. Insgesamt darf man konstatieren: Die Landschaft der deutschen Krimikomödie ist um eine vielversprechende Entdeckung reicher geworden.